20. Dezember - Resilienz Adventskalender


Netzwerkorientierung - Netzwerk aufbauen und pflegen


Ein gutes Netzwerk ist alles. Egal ob man versucht, die ellenlange Schlange vor dem Club zu meiden oder aber beruflich den nächsten Sprung zu wagen: Das ganze Leben wird so viel leichter und angenehmer, wenn man die richtigen Menschen kennt.

Vor allem beruflich ist gutes Networking unumgänglich – wer sich hinter dem Schreibtisch verkriecht, wird sowohl extern nicht wahrgenommen als auch bei internen Chancen übersehen.

Netzwerk aufbauen

Definiere deinen inneren Zirkel – und dann kremple ihn um

Zuallererst solltest du im eigenen Hinterhof aufräumen, denn: Wer du bist und wo du hingehst, definiert sich massgeblich über die Menschen, mit denen du dich umgibst. Hilfreich hier ist ein Trick von Entrepreneur Ryan Ellis: Verfasse eine Liste mit den Namen deiner zwanzig engsten Freunde. Markiere die zehn Menschen davon, die dich, mit dem was sie tun, am meisten inspirieren.

Jetzt verfasse eine Liste mit zehn Menschen aus deiner sozialen Umgebung, die dich sehr inspirieren – denen du aber nicht nahestehst. Kombiniere nun die beiden zehn aus den beiden Listen – voilà: dein neuer innerer Zirkel. Das bedeutet natürlich nicht, dass man Menschen aus dem Leben streichen soll, nein: Der persönlichen Entwicklung ist eine Mischung aus beiden Welten trotzdem förderlich.

Beim Kennenlernen: Stelle besondere Fragen

Du bist auf einer Konferenz, einer Afterwork-Party, was auch immer: Da ist sie, die wilde Masse an fremden Menschen, die darauf wartet, über dich und deine bemerkenswerten Persönlichkeit zu erfahren. Im Schnitt dauert ein gewöhnlicher Smalltalk etwa vier bis sechs Minuten – nicht viel Zeit für einen bleibenden Eindruck. Wie kriegt man also den Dreh, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen? Ein Ansatz wären Fragen, die zum Denken anregen, wie etwa “Was ist Ihr stärkster Eindruck vom heutigen Event?” oder beim Gespräch über den eigenen Job die Frage “Wenn Sie wieder am Anfang Ihrer Laufbahn wären: Was würden Sie anders machen?” Fragen, die dein Gegenüber aus der Reserve locken, die aber unter keinen Umständen negativ auf dich zurückfallen werden. Solche Fragen regen zum Nachdenken an – dieser Moment (und damit auch das Gespräch mit dir) wird deinem Gegenüber besser in Erinnerung bleiben. Du solltest allerdings nur Fragen stellen, deren Antworten dich wirklich interessieren und die natürlich in den Kontext des Smalltalks passen.

Lass deine persönliche Seite für dich sprechen

Schon mal an eine persönliche Website gedacht? LinkedIn-Profile sind zwar schön und gut, deine komplette Geschichte kannst du aber wesentlich umfassender erzählen, wenn du dir deine eigene Präsenz baust. Macht sich übrigens auch ziemlich schön auf Business Cards, wenn du dort lediglich eine Domain (idealerweise deinen Namen) stehen hast. Du hast keine Ahnung, wie man so etwas bastelt? Eigene Domain kaufen, WordPress installieren, Template herunterladen (sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige zur Genüge verfügbar), einen Nachmittag dransetzen. Fertig.

Herausstechen

Wie erreicht man Menschen, die jeder zu erreichen versucht? Ein Beispiel: Als Youngster Chase Friedman vorletztes Jahr vor der Frage stand, welches Mädchen er zur Prom Night einladen sollte, fackelte er nicht lang und entschied sich für Femme fatale Emily Ratajkowski. Nur: Wie erreicht der Lotus-fahrende, an Adam Brody erinnernde Teenager eines der begehrtesten Models der Szene? Chase drehte einfach nur ein witziges, amateurhaftes und nicht allzu selbstgerechtes Video, das er auf Youtube stellte. Der Clip ging viral und er bekam eine Antwort von Emily: super gerne, an dem Tag aber leider keine Zeit. Immerhin.

Vielleicht ein etwas überambitioniertes Beispiel, aber was wir von Chase lernen können? Gehe unkonventionelle Wege, um in Kontakt zu treten. Auch hier ein guter Tipp von Ellis: Du möchtest gerne mit dem CEO von XYZ essen gehen – dann schick doch eine handgeschriebenen Einladung oder ein Päckchen, anstatt dich, wie alle anderen, im endlos langen E-Mail-Postfach hinten anzustellen. Wie viele Mails bekommen “wichtige” Personen monatlich – und wie viele Briefe oder sogar Pakete? Your call.

Wichtig: Halte dich kurz und sachlich. Je höher die Stufe auf der Leiter, desto wertvoller die Zeit.

Netzwerk pflegen

Das wöchentliche Dinner

Richte ein, mit fünf bis acht Kontakten aus deinem inneren Zirkel jede Woche, an einem festgelegten Tag, gemeinsam essen zu gehen. Versucht, dieses Treffen einzuhalten, egal was kommt – Ausnahmen sind natürlich Urlaube, besondere Anlässe oder persönliche Notfälle. Legt keine Termine auf diesen Abend. Warum das Ganze? Zum einen schweisst diese Regelmässigkeit zusammen, zum anderen spart man unterm Strich wertvolle Zeit. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass gemeinsames Essen Spass macht.

Regelmässiges Follow-Up

Kontakte knüpfen ist ein Kinderspiel: Kontakte hingegen zu halten, ein mühseliges Unterfangen. Hier macht es Sinn, Listen zu führen: Ob Excel oder LinkedIn – grundsätzlich egal. Wie die letzten Monate waren, welche aktuellen Kontakte anstehen und ob man mit dem eigenen Netzwerk vielleicht aushelfen kann – solche Fragen sind Gold für gute Kontaktpflege. Ein vierteljährliches Update ist auch im dicksten Kalender völlig zumutbar. Hilfreich: Eine Mittagspause pro Woche für gemeinsame Essen freihalten. Sich jede Woche mit einem anderen Kontakt verabreden. Dankbare Angewohnheit.

Ein Netzwerk aufbauen und pflegen erfordert natürlich Arbeit, ist aber keine Raketenwissenschaft.

Weitere praktische Tipps von Tolgay Azman finden Sie auf business-punk.com

Wir wünschen Ihnen einen freudigen Freitag!

Team Resilienz Zentrum Schweiz

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#Netzwerkorientierung #Adventskalender

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