INDIVIDUELLE RESILIENZ

 

«Inmitten von Schwierigkeiten liegen günstige Gelegenheiten»
 Albert Einstein
Bedeutung

Resilienz, die innere Kraft oder das Immunsystem der Psyche, ist eine wesentliche Schlüsselkompetenz, um mit den vielfältigen alltäglichen beruflichen und privaten Anforderungen umzugehen.

 

Bei der Resilienz stellt sich nicht die Frage, was uns Menschen krank macht, sondern was uns gesund hält. Im Vordergrund steht die Fähigkeit, Herausforderungen durch Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen zu meistern und als Anlass für Weiterentwicklung und persönliches Wachstum zu nutzen. 

Resilienz beinhaltet Persönlichkeitseigenschaften aber auch Denk- und Verhaltensmuster, die für die Stabilisierung in herausfordernden Situationen hilfreich sind. Resilienz ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern kann erworben, trainiert und verankert werden. ​

Resiliente Menschen
  • haben Zugang zur eigenen Kreativität

  • akzeptieren ihre Lebenssituation

  • übernehmen Verantwortung für sich und ihr Leben 

  • gestalten ihre Zukunft

  • gehen achtsam mit sich selbst um

  • pflegen ihre Beziehungen

  • handeln lösungsorientiert

  • sind optimistisch und kennen ihre Stärken

Resilienzfaktoren & Resilienzrad                                       

Die Forschung hat im Laufe der Zeit Faktoren identifiziert, die für ein resilientes Verhalten massgebend sind. Das Resilienz Zentrum Schweiz hat das Resilienzrad©, ein Resilienzmodell mit acht Faktoren und vier Achsen, entwickelt.

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​Da bei vielen Faktoren sowohl biologische, psychologische als auch soziale Aspekte eine Rolle spielen, ist Resilienz immer multidimensional zu betrachten. Das Rad verdeutlicht, dass Resilienz eine Kompetenz mit vielen Fertigkeiten ist. Erst im Zusammenspiel können die Faktoren und Achsen ihre volle Kraft entfalten. 

Resilienz bedeutet nicht
  • Schwierigkeiten und Kummer zu ignorieren

  • Probleme und Niederlagen durch die rosarote Brille zu verdrängen

  • Alles und Allem einen positiven Stempel aufzuerlegen

  • Sich einen Schutzmantel überzuziehen, der einem unverletzlich macht

  • Immer stark sein zu müssen

Resilienz ist lern- und trainierbar 

Forscher sind sich einig, dass Resilienz kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal ist, sondern durch die Interaktion mit Menschen und der Umwelt erworben und weiter ausgebaut wird. Die Resilienz einer Person ist kein fixer, konstanter Zustand, sondern von der Biografie und Kontext geprägt und ein lebenslanger Lernprozess. ​

Resilienz hat mehrere Dimensionen 

Top-Down

Gedanken

Emotionen / Gefühle

Denkweise / Überzeugungen

Outside-In

Soziale Unterstützung,

Stress, Lebensereignisse,

Bildung, Umwelt

Bottom-Up

Gene, Hormone, 

Immunsystem,

Ernährung, Bewegung, Schlaf

Biopsychosoziales Modell

Sarah McKay

Neuroscience Academy

Resilienz Angebote

Das Resilienz Zentrum Schweiz hat ein vielseitiges Angebot zur Förderung der persönlichen Resilienz entwickelt, welches individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden kann.