top of page

Wenn Motivation fehlt, obwohl alle funktionieren

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Kennen Sie die Situation? Auf den ersten Blick läuft alles reibungslos: Projekte werden umgesetzt, Termine eingehalten, Sitzungen durchgeführt. Und dennoch nehmen viele Führungskräfte ein diffuses Unbehagen wahr.


Die Energie im Team wirkt gedämpft, Motivation ist vorhanden, aber nicht mehr lebendig. Engagement zeigt sich funktional – korrekt, zuverlässig, jedoch ohne spürbare innere Beteiligung.


Gerade zu Beginn des Jahres, im oft grauen und fordernden Januar und Februar, wird dieses Phänomen besonders sichtbar. Es handelt sich nicht um eine Krise, keinen offenen Konflikt und keinen akuten Ausfall. Genau darin liegt die Herausforderung: Wenn alle funktionieren, aber innerlich auf Sparflamme laufen, bleiben Warnsignale leicht unbemerkt.



Funktionieren bedeutet nicht automatisch Gesundheit

 

In vielen Unternehmen und Organisationen gilt funktionierendes Arbeiten noch immer als Zeichen von Stabilität. Doch Funktionieren kann auch ein Anpassungsmechanismus sein – besonders in Phasen hoher Anforderungen, personeller Engpässe oder dauerhafter Veränderung.


Typisch für diese Phase:

  • Mitarbeitende erledigen ihre Aufgaben zuverlässig

  • Führungskräfte halten Strukturen aufrecht

  • Probleme werden nicht offen angesprochen

  • Belastung wird „mitgetragen“ statt reflektiert


Was dabei häufig übersehen wird: Der Motivationsverlust kündigt sich leise an. Bleibt er über längere Zeit unbeachtet, kann dies schrittweise zu Erschöpfung, innerer Kündigung oder steigenden Ausfällen führen.

  


Frühe Warnsignale, die ernst genommen werden sollten

 

Motivationsverlust zeigt sich selten in klaren Aussagen. Viel häufiger äussert er sich indirekt – im Verhalten, in der Atmosphäre, im Miteinander.


1. Rückzug statt Beteiligung

Ideen bleiben aus, Diskussionen werden vermieden, Beiträge beschränken sich auf das Nötigste. Initiative weicht Zurückhaltung.


2. Sinkende Toleranz und erhöhte Reizbarkeit

Kleine Unstimmigkeiten lösen überproportionale Reaktionen aus. Geduld und Gelassenheit nehmen ab – besonders in belasteten Teams oder Führungsrollen.


3. Erhöhte Erschöpfung bei gleichbleibender Leistung

Leistung bleibt stabil, kostet aber deutlich mehr Energie. Pausen werden verkürzt, Erholung fällt schwer, mentale Müdigkeit nimmt zu.


4. Sinnfragen im Stillen

„Wofür mache ich das eigentlich?“ – diese Frage wird selten laut gestellt, wirkt aber unterschwellig und schwächt langfristig Motivation und Bindung.


Diese Signale sind keine Schwäche. Sie sind Hinweise auf ein System unter Dauerbelastung.

  


Warum der Jahresbeginn besonders sensibel ist

 

Der Jahresbeginn ist geprägt von neuen Zielen, hohen Erwartungen und dichter Taktung – oft bei gleichzeitig niedriger Energielage. Lichtmangel, begrenzte Erholungsreserven und ein schneller Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag verstärken bestehende Belastungen.


Unternehmen und Organisationen, die diese Phase ignorieren, riskieren:

  • schleichende Demotivation

  • zunehmende emotionale Erschöpfung

  • spätere, deutlich aufwendigere Interventionen


Unternehmen und Organisationen, die jetzt hinschauen, gewinnen:

  • Klarheit

  • Vertrauen

  • Stabilität

  • langfristige Leistungsfähigkeit



Was Unternehmen und Organisationen jetzt konkret tun können

 

Belastung sichtbar machen

Schaffen Sie Räume, in denen über Beanspruchung gesprochen werden darf – ohne Bewertung. Bereits kurze Reflexionsmomente in Teams oder Führungsgremien wirken entlastend und klärend.


💡Mit unseren Impuls-Referaten unterstützen wir Unternehmen und Organisationen dabei, Belastungen frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu bearbeiten – bevor sie sich verfestigen.



Selbstführung stärken

Motivation entsteht dort, wo Menschen Handlungsspielraum erleben. Klare Prioritäten, realistische Erwartungen und bewusste Abgrenzung sind zentrale Hebel – insbesondere für Führungskräfte.


💡Unsere Führungs-Seminare stärken Selbstführung, Reflexionsfähigkeit und innere Klarheit – praxisnah und alltagstauglich.



Wohlbefinden strukturell verankern

Wohlbefinden darf nicht vom individuellen Durchhaltevermögen abhängen. Kleine Rituale, achtsame Übergänge und bewusst gestaltete Arbeitsabläufe wirken präventiv und stabilisierend.


💡Mit unseren Resilienz-Seminaren und Team-Workshops zeigen wir, wie Wohlbefinden und Achtsamkeit realistisch in den Arbeitsalltag integriert werden können – ohne zusätzlichen Druck.



Motivation beginnt vor der Krise


Motivationsverlust ist kein plötzliches Ereignis. Er ist ein Prozess. Unternehmen und Organisationen, die lernen, frühe Warnsignale zu erkennen und ernst zu nehmen, handeln nicht nur präventiv, sondern sie investieren damit in eine gesunde, resiliente Zukunft.


Gerade jetzt liegt die Chance, innezuhalten, hinzuschauen und Weichen bewusst zu stellen. Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht – sondern genau dann, wenn noch alles funktioniert.



Herzliche Grüsse,

das Team vom Resilienz Zentrum Schweiz

 
 
 

Kommentare


bottom of page